Tattoo mißt Blutzuckergehalt

Constance Stickler am 02.04.2009 um 09:05

Tattoo für Blutzuckergehalt

Wie der Discovery channel berichtet, arbeitet man in den Labors der Firma Draper an einer Spezialtinte, die ihre Farbe abhängig vom Blutzuckergehalt des Gewebes ändert. Das Tattoo muß dafür nicht groß sein, ein paar Millimeter reichen aus. Auch wird nicht so tief gestochen wie bei einem herkömmlichen Tattoo.

Wie so oft in der Entwicklung war das Ergebnis nicht in der Art geplant und wurde von den Forschern eigentlich für unmöglich gehalten. Vielmehr suchte man nach einer Lösung, die Gesundheit des Herzens oder den Wasserhaushalt von Sportlern überwachen zu können.

Die Partikel der Nano-Tinte messen etwa 120 Nanometer im Durchmesser und bestehen aus drei Teilen: ein Molekül, das die Glukose aufspürt, ein Färbemittel und ein weiteres Molekül, das Glukose nachahmt. Das erste Molekül trifft nun entweder auf das Glukose imitierende Molekül – die Tinte wird lila – oder auf wirkliche Glukose – die Tinte wird gelb. Ein gesunder Level an Blutzucker läßt das Tattoo in einem “witzigen orange” erscheinen.

Die Aktualisierung der Messung bzw. die Umfärbung erfolgt alle paar Millisekunden. Allerdings können die Änderungen der Werte in der Haut jenen im Blut bis zu 20 Minuten hinterherhinken. Doch auch dann ist das Tattoo von Nutzen – an ihm läßt sich erkennen, ob ein abnormal hoher oder niedriger Wert sich wieder normalisiert oder schlimmer wird.

Noch wird an Mäusen getestet, für den Menschen wäre die Tinte wohl erst in etwa zwei Jahren verfügbar.

 

Eine Antwort auf “Tattoo mißt Blutzuckergehalt”

  1. Abgegeben von Lars
    27.03.2013 um 21:23

    Tja die Jahre gehen ins Land und leider hat man von dieser genialen Idee für Diabetiker bis jetzt nichts mehr gehört. Habe etwas in Google rumgesucht aber leider habe ich keine Neuigkeiten darüber gefunden. Vielleicht hat jemand etwas über dieses Blutzuckerprojekt gehört, würde mich und auch bestimmt andere Diabetiker sehr interessieren, ob es da inzwischen Fortschritte gibt. Selbst mit 20 Minuten Verzögerung könnte man mit dieser Erfindung schon was anfangen.

     

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