Wie viele Schritte sollst du gehen? Sinnvolles Tagesziel für Pedometer-Nutzer.

Tom Ulmer am 08.03.2013 um 00:42

Pedometer verhelfen zu mehr Bewegung

Die elektronischen Schrittzähler oder Pedometer rücken an. Verschiedenste Varianten dieser kleinen Gadgets sind bereits verfügbar und es werden laufend mehr. Vor ein paar Jahren nur vereinzelt zu sehen und von der breiten Masse kaum wahrgenommen entwickeln sich diese Aktivitätssensoren immer mehr zum Lifestyleprodukt.

Der typischen “Klack” bei jedem Schritt war noch das Merkmal der ursprünglichen mechanischen Typen, heute sind es sensible elektronische Geräte, die neben Schritten auch den Kalorienverbrauch, die zurückgelegte Distanz und teilweise auch die aktiv überwundene Höhe (z.B. in Stockwerken) messen können. Das sind jedoch nur Annäherungen, die Aufgrund von Erschütterungen des Gerätes berechnet werden. So kann es durchaus sein, dass weniger akkurate Pedometer deutlich von der realen Leistung abweichen. Das ist aber grundsätzlich nicht so schlimm. Es geht ja vielmehr darum, sein Bewegungspensum zu erfassen, zu dokumentieren und idealerweise durch Motivationsaspekte zu steigern. Außerdem ist es dann möglich – auch das kann motivieren – sich mit Freunden zu vergleichen.

Welche Typen von Aktivitätssensoren gibt es?

  • Gerät zur freien Position am Gürtel, in der Hosentasche, am BH oder um den Hals (z.B. Fitbit, smartLAB walk+, in Kürze auch Withings)
  • Armband am Handgelenk (z.B. Jawbone Up, Nike Fuel, Fitbit in Kürze)
  • Band am Oberarm (z.B. Bodymedia)
  • Uhr am Handgelenk (z.B. Basis, oder Pionier Polar mit der AW200)
  • Smartphone-App (Sensor des Smartphones wird genutzt, sonst keine eigene Hardware notwendig)

Die Geräte sind auf die Erfassung von Schritten ausgelegt. Hierfür funktionieren sie recht akkurat. Sobald man aber die Bewegungsart bzw. die Sportart wechselt, liefern die Pedometer oft keine sinnvollen Werte mehr. Ein Schwachpunkt, dessen man sich bewusst sein sollte. Pedometer sind …

  • perfekt geeignet für: Alltagsschritte, Walking, Wandern, Jogging, Tanzen, lauforientierte Ballsportarten, Golf
  • bedingt geeignet für: Inline-Skating, Seilspringen, Trampolin-Springen, Reiten
  • weniger bis gar nicht geeignet für: Radfahren, Fitnesstraining, Schwimmen, Skifahren, Klettern

Die Frage nach dem Tagesziel: Wie viele Schritte sollen es denn nun sein?

Zurück zur Eröffnungsfrage. Die Aktiviätssensoren und Pedometer geben also einen guten Überblick über die Alltagsaktivität, bevorzugt die zurückgelegten Schritte. Doch wie viele Schritte soll man denn nun machen? Was ist ein gesundheitsförderliches Ziel? Wie viel Bewegung brauche ich, um abzunehmen? 5.000 Schritte? 10.000 Schritte? 12.000 Schritte?

Nichts davon ist korrekt! Es gibt keine plausible Schrittanzahl, die als Ziel garantiert, dass man sich genug bewegt hat. Selbstverständlich ist mehr grundsätzlich besser. Aber die Anzahl der Schritte sagt nur wenig über den Einfluss auf unseren Körper aus. Daneben ist die individuelle Situation ebenso entscheidend. Für Kinder sind 10.000 Schritte laut Wissenschaft zu wenig. Für ältere Menschen oder chronische Patienten zu viel. Was ist wohl gesünder? Wenn ich im Schlenderschritt von Schaufenster zu Schaufenster spaziere und am Ende des Tages vielleicht 7.500 Schritte zurückgelegt habe? Oder wenn ich in 30 Minuten 3.000 Schritte in zügigem Tempo marschiere, dabei noch leicht außer Atem komme und damit Kreislauf, Lunge und Muskeln trainiere?

Anstatt zu messen, wie viele Schritte jemand zurücklegt (rein quantitative Betrachtung) sollte man sich einer qualitativen Betrachtung zuwenden. So kann man nämlich auch durch einen zügigen Spaziergang nach dem Mittagessen ein gesundheitsförderliches Pensum erreichen, auch wenn es zeitlich für die 10.000er-Marke einfach nicht reicht.  A propos 10.000 Schritte: diese Zahl geht zurück auf die 1960er in Japan, wo dieses Ziel in Laufclubs erstmals definiert wurde und hat damit keinen wissenschaftlichen Ursprung.

Woher weiß ich aber, ob ich im “gesunden Bereich” unterwegs bin? Ganz einfach, mit myVitali und dessen innovativem Ansatz: dieser berücksichtigt die individuelle Situation und bewertet gesundheitsfördernde Bewegung.  Hier gibt es kein pauschales Tagesziel, das für Groß und Klein, Dick und Dünn gleichermaßen gelten soll.

Ausgedrückt wird diese Art von Bewegungsanalyse im AktivitätsIndex. Diese Kennzahl bewertet die Bewegung nach quantitativen UND qualitativen Kriterien. Dem AktivitätsIndex zugrunde liegen Forschungsergebnisse mehrerer annerkannter Studien und die Aussagen der Weltgesundheitsorganisation zu einem gesundheitsförderlichen Bewegungspensum (nein, nicht die pauschalen 10.000 Schritte). Ein von myVitali unterstützter Pedometer (z.B. smartLAB walk+ oder ein Fitbit-Tracker) zeichnet die Bewegungsdaten auf, welche von System im Hintergrund analysiert werden. Daraus wird der AktivitätsIndex berechnet. So sieht man auf einen Blick, ob man im sich im “grünen Bereich” bewegt hat.

Weiterführende Links:

myVitali – Mit Spaß aktiv und gesund bleiben
How many pedometer steps are enough
How many steps/day are enough? for children and adolescents
10,000 Steps to Health – Myth or Magic?

 

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