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Tageslicht steigert die Agilität von alten Menschen

tageslicht

Deutsche und österreichische Forscher haben herausgefunden, dass alte Menschen von einer Beleuchtung mit höherem Blauanteil profitieren. Für die Untersuchung wurde in einem Wiener Altersheim eine neuartigen Lichtanlage installiert. Beobachtet wurden die Auswirkungen von Beleuchtungsstärke und spektraler Zusammensetzung auf das Wohlbefinden der Bewohner. Dabei zeigten sich positive Effekte v.a. bei einem biologisch wirksamen Licht mit erhöhtem Blauanteil.

Bei den neuinstallierten Lichtdecken können sowohl Farbtemperatur als auch Beleuchtungsstärke angepasst werden. Anders als bei konventionellen Lichtquellen konnte Tageslichtqualität mit deutlich weniger Energie erzeugt werden.

Getestet wurde mit drei verschiedenen Lichtsituationen. Nach 14 Monaten konnte eine ganze Reihe von positiven Auswirkungen festgestellt werden: “Die Bewohner kommunizierten deutlich mehr untereinander und mit dem Pflegepersonal, nahmen eher an Gemeinschaftsaktionen wie Basteln, Spielen und Singen teil und beteiligten sich auch mehr an hauswirtschaftlichen Aktivitäten ihrer Wohngruppe”, erklärt die Psychologin Charlotte Sust, Zuständige für das Versuchskonzept. Mehr Aktivität am Tag erzeugt mehr Müdigkeit am Abend und somit einen erholsameren Schlaf. Gerade für Demenzkranke, deren Tag-Nacht-Rhythmus oft gestört ist, bedeutet das eine erhebliche Erhöhung der Lebensqualität. Dies entlastet auch das Pflegepersonal. Einzig die niedrigere Akzeptanz des als kalt empfundenen Lichts gegenüber normaler warmer Beleuchtung trübt das Ergebnis der Untersuchung.

Tageslicht spielt sowohl für die allgemeine Gesundheit wie auch das mentale Wohlbefinden eine wichtige Rolle, so werden z.B. die Rezeptoren auf der Netzhaut des Auges beeinflusst, diese sind für die Tag-Nacht-Funktionen des Organismus zuständig. Eine ausreichende Lichtdosis unterdrückt das schläfrig machende Hormon Melatonin und hilft gegen Schlafstörungen und „Winterdepression“.

Quelle: pressetext.com

Constance Stickler am 30.12.2009 um 10:10 Uhr

Mehr Bewegung im Alltag: Stiegen werden zu wenig genutzt

escher

Eine der einfachsten Möglichkeiten, zu mehr Bewegung zu kommen, ist die Verwendung der Stiege anstatt des Lifts oder der Rolltreppe. Netdoktor.de berichtet von einer deutschen Studie, für die das Besucherverhalten in einem Einkaufszentrum beobachtet wurde.

Sara Mager und Birgit Wallmann vom Zentrum für Gesundheit der deutschen Sporthochschule Köln ziehen eine ernüchternde Bilanz: nur sechs Prozent der Besucher nutzten die Stiege, der Rest ließ sich von der Rolltreppe ins nächste Stockwerk befördern.

Daraufhin wurden Versuche mit Plakaten gestartet, auf denen die Verwendung der Stiege angepriesen wurde. Der Text „Nimm die Treppe“ brachte eine Steigerung um drei Prozent, „Treppensteigen hält dich fit und gesund!“ vier Prozent. Der Einsatz dieses einfachen und kostengünstigen Mittels zur Sensibilisierung müsse weiter untersucht werden, betonen Mager und Wallmann.

Eine Bewerbung der Treppe – wenn auch deutlich kostenintensiver – hat VW in seinem Projekt „The Fun Theory“ vorgestellt. Über Nacht wurde die Stiege am Ausgang einer Ubahn-Station in ein Klavier verwandelt. Mit durchschlagendem Erfolg: die Stiege wurde um 66% mehr benutzt als an anderen Tagen.

Constance Stickler am 23.10.2009 um 08:59 Uhr

Aktivitätsmessung – eine Berurteilung der Aktivuhr Polar AW200

Polar AW200

Polar bietet mit der AW200 eine Uhr an, die den Grad der Aktivität ermitteln soll. Das System basiert jedoch nicht auf der Messung der Herzfrequenz. Sie ist also keine Pulsuhr, wie sie im Breitensport vielfach schon verwendet wird, um effizient zu trainieren und die Leistung zu steigern. Hobby- oder Leistungssportler, die typischen Kunden von Polar-Uhren werden somit weniger angesprochen.

Vielmehr richtet sich die Uhr an Menschen, die einen Indikator für ihr Bewegungspensum im Alltag haben wollen und ihre Gesundheit oder Fitness verbessern wollen. Wissen Sie, wieviele Schritte Sie an einem durchschnittlichen Arbeitstag oder am Wochenende zurücklegen? Und wieviel Zeit verbringen Sie überhaupt in Bereichen, die für die Gesundheit förderlich sind?Dass Bewegung gesund ist und fit hält, das wissen die meisten von uns.Aber nicht jeder möchte oder kann mit Pulsuhr “bewaffnet” in einem definierten Pulsbereich trainieren.

Die Aktivuhr arbeitet mit einem Beschleunigungssensor und kann damit Bewegungsmuster bzw. Schritte erkennen.Eine Aktivität wird erst aufgezeichnet, wenn sich der Arm regelmäßig schwingend bewegt. Nicht rhythmische Bewegungen des Arms (wie sie z.B.am Schreibtisch erfolgen) werden erkannt, aber nicht als Aktivität gewertet. Aufgrund von Stärke und Schnelligkeit der Armbewegung wird die Intensität der Bewegung erfasst. Dabei wird zwischen fünf Stufen unterschieden, vom langsamen Gehen bis zum schnellen Laufen. Zusätzlich wird der Kalorienverbrauch ermittelt.

Ich habe verschiedene Tests durchgeführt. Die Aktivitätszonen wechselten bei folgenden Geschwindigkeiten (gemessen auf dem Laufband):

  1. Zone: unter 4 km/h (langsames Gehen)
  2. Zone: bis 5 km/h (Gehen, mittlere Geschwindigkeit)
  3. Zone: bis 6 km/h (schnelles Gehen)
  4. Zone: bis 10 km/h (Laufen, mittleres Tempo)
  5. Zone: über 10 km/h (Laufen, schnelleres Tempo)

An einem typischen Bürotag verbrauche ich laut Aktivuhr etwa 1300kcal und lege zwischen 1.500 und 2.500 Schritte zurück (etwa eine halbe Stunde in Zone 1). Zu wenig, als dass es für meine Gesundheit förderlich wäre. Dafür muss ich mich also bewusst bewegen (Jogging).Beim Joggen im Freien bewegte ich mich zum Großteil in Zone 4, bei extensiven Intervallen in der höchsten Zone 5. Steigung und Gefälle werden dabei durch den eingebauten Höhenmesser mitberücksichtigt und zeigen sich im Kalorienverbrauch . Dieser bewegte sich zwischen 550 kcal/h und 850 kcal/h für mein Körpergewicht, je nach Steigung.

Die Empfehlung des deutschen Bundesgesundheitsministerium lautet 3.000 Schritte extra. Polar empfiehlt, sich 3- bis 5-mal pro Woche 30 Minuten bewegen oder mindestens 7.000 Schritte zurücklegen. Dabei profitiert man auch schon bei Bewegung in Zone 2 (Gehen bei angenehmer Geschwindigkeit). Idealerweise liegen diese 30 Minuten jedoch in Zone 3 oder 4.

Positiv aufgefallen ist mir:

  • Die Uhr sieht nicht nach einer typischen Multifunktions- oder Pulsuhr aus, das Design macht auch im Alltag eine gute Figur.
  • Als Aktivitätsindikator für das täglich empfohlene Bewegungspensum von 7.000 Schritten oder 30 bis 60 Minuten Aktivität ist die Uhr gut geeignet.
  • Der aktuelle Kalorienverbrauch gibt zusätzlich Feedback über den Grad der Aktivität, bspw. beim Treppensteigen.
  • Lediglich die Uhr ist für die Erfassung der Aktivität notwendig, also kein Brustgurt.
  • Die Verarbeitung ist solide. Das Gehäuse aus Metall und das Glas halten auch härteren Beanspruchungen stand.

Weniger gut gefallen hat mir:

  • Wieviel Zeit man in welcher Zone verbracht hat, kann man erst einsehen, nachdem man die Messung beendet hat.
  • Die Bedienung der Uhr ist nach einer Einlernphase nicht schwierig, könnte aber einfacher und intuitiver sein. Um z.B. die Aktivitätszonen der letzten Einheit oder den Kalorienverbrauch einzusehen, sind mindestens sieben Mal verschiedene Knöpfe zu drücken.
  • Durch das Kunststoffarmband neigt man zum Schwitzen, nicht nur beim Sport.
  • Das eingebaute Thermometer funktioniert nur, wenn sich die Uhr nicht am Handgelenk befindet. Ansonsten zeigt es durch die Hauttemperatur einen zu hohen Wert an. Warum ist der Sensor an der Unterseite der Uhr angebracht?
  • Die Uhr zeigt entweder den Grad der Aktivität inkl.Kalorienverbrauch an oder die Uhrzeit. Beides gleichzeitig ist nicht möglich (macht das Umschalten zwischen den Bereichen notwendig).

Sonstige Fakten zum Gerät:

  • Speicherung der letzten neun (9) Aufzeichnungen (älteste werden überschrieben).
  • Wasserdicht bis 50 m.
  • Der Höhenmesser kann auch als Barometer verwendet werden.

Für mich als ambitionierten Sportler (Jogging, Mountainbiking,Inline-Skating) ist die Uhr nicht das richtige Instrument: ich könntesie nur zum Jogging verwenden. Dafür sind mir die Aussagen für Trainingsfortschritte aber zu wenig präzise.Eine Möglichkeit zur Auswertung via Software mit Übertragung auf einenPC (am besten drahtlos) wäre ein toller Mehrwert. Dann wäre auch eineEinbindung in Systeme im Umfeld des Ambient Assisted Livingnaheliegend. Besonders für ältere Menschen ist Bewegung wichtig zurErhaltung der Gesundheit. Die Bedienung der Aktivuhr und dieInterpretation der Daten direkt von der Uhr stellt sich jedoch für diese Zielgruppe als Barriere heraus.

Tom Ulmer am 23.02.2009 um 14:41 Uhr