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myVitali-Pilotprojekt ein voller Erfolg

Abschlussevent im Haus der Generationen

Abschlussevent im Haus der Generationen

Gestern fand im Haus der Generationen (HdG) in Götzis das Abschluss-Event zum myVitali-Pilotprojekt “Sozialdienste Götzis” statt. Eingeladen waren neben den Probanden auch alle Projektpartner. Die Mitinitiatorin des Projekts, Landesrätin Greti Schmid, konnte aus Termingründen leider nicht kommen. Vom Amt der Landesregierung waren dafür Carmen Hammouda (Fachbereich Sozialhilfe, Hauskrankenpflege) und Anita Kresser (Seniorenförderung, Seniorenbeirat) anwesend. Ruth Weiskopf (Pflegeleitung) und Martin Herburger (Heimleitung) vom HdG organisierten den entsprechenden Rahmen inkl. des gemeinsamen Mittagessens und Prof. Dr. Guido Kempter von der FH Vorarlberg präsentierte die ersten Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Studie, die er projektbegleitend durchführt. Über die finalen Erkenntnisse aus dieser Studie werde ich, sobald sie verfügbar sind, in diesem Blog berichten.

In meiner Rolle als Projektleiter durfte ich den Anwesenden den Projekterfolg in Form von Rückblicken und Ausblicken präsentieren. In den gut zwölf Wochen des Projektzeitraumes wurden insgesamt fast 2.000 Blutdruckmessungen, etwa 1.000 Gewichtsmessungen und knapp 500 Blutzuckermessungen durchgeführt. Diese Zahlen alleine deuten schon darauf hin, dass unser System regelmäßig und häufig benutzt wurde. Der Pilot bestand ja “nur” aus 10 Gerätesets und umfasste 14 Teilnehmer zwischen 55 und 90 Jahren.

Die wahren Erfolgsmeldungen haben aber nicht nur mit Zahlen zu tun. So wurde etwa bei mehreren Probanden von Vitali ein erhöhter Blutzucker festgestellt. Sensibilisiert durch die Information änderten diese ihre Lebensführung und verhinderten so vielleicht spätere Komplikationen. Der Hausarzt wurde natürlich ebenfalls informiert und entsprechend eingebunden.

Gesundheit und deren Einflussfaktoren transparent und verständlich zu machen ist ein wesentlicher Nutzen des Systems. Heimleiter Martin Herburger stellte dies auch fest: “Vitali macht uns die Konsequenzen des Lebenswandels täglich bewusst, indem er uns kurzfristig als Resultat darauf die Schwankungen der Vitalwerte aufzeigt.” Ein Probandenehepaar konnte dies bestätigen: nach dem Wellnesswochenende zeigte ihnen das System einen Gewichtszuwachs von 2 kg an. Durch Vitali darauf aufmerksam gemacht, wurde dann aber der “Kampf gegen die Pfunde” hochmotiviert und unverzüglich wieder aufgenommen.

Dass myVitali nicht nur vital sondern auch mental Helfer gewesen war, überraschte dann sogar mich ein wenig. “Vitali half mir aus einer Depression. Plötzlich hatte ich wieder eine Aufgabe und einen Wegweiser. Das motivierte mich sehr. So schaffte ich es dann auch 3 kg dauerhaft abzunehmen!”, erzählte uns eine Probandin, die das System auf jeden Fall weiterhin nutzen wird.

In einigen Fällen empfanden die Anwender besonders eine Steigerung des Sicherheitsaspekts. “Wir haben das Gefühl, weniger auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, weil wir besser über uns informiert sind.” Mit einem Augenzwinkern kam die Aussage eines Probanden: “Jetzt kann ich auch meine Frau überwachen!” Das Statement war natürlich von Lachern gesäumt, hat aber sehr wohl einen ernsten Hintergrund. Wir alle sind interessiert daran, dass es unseren Familien und Partnern gut geht. Besonders erwachsene Kinder machen sich oft Sorgen um die Gesundheit der Eltern. Mit myVitali wissen dann die Kinder, ob die Eltern z.B. regelmäßig ihren Blutdruck messen und ob dieser in Ordnung ist. Vorausgesetzt die Eltern erlauben das, denn eine externe Kontrolle muss vom Benutzer selbst genehmigt werden, egal ob für den Arzt oder eine Kontaktperson.

Über einen Punkt waren sich alle Anwesenden einig: Systeme wie myVitali werden in unserer Gesundheitslandschaft Einzug halten. Früher oder später. Dr. Kempter schätzte dafür einen Zeitraum von etwa 3 Jahren, bis solche Systeme entsprechend verbreitet sind. Durch den großartigen Erfolg des Pilotversuchs haben wir jedenfalls die Gewissheit: unser Vitali ist bereit dafür, schon heute!

Tom Ulmer am 26.11.2009 um 09:55 Uhr

MASSIVE ART beim Usability Day VI

MA beim Usability Day VI

Wie vor kurzem hier angekündigt, war MASSIVE ART auf dem uDay VI an der Fachhochschule Vorarlberg als Aussteller mit einem eigenen Stand vertreten. Um es gleich vorweg zu nehmen: das Event war ein voller Erfolg für uns.

Der uDay war für MASSIVE ART eine tolle Möglichkeit, auf dieser professionellen Plattform erstmalig ein Projekt aus dem Umfeld von Ambient Assisted Living der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Projekt wird derzeit unter dem Arbeitstitel “SENIOKOM” entwickelt. Als Zielgruppe dieser Systemlösung sehen wir aber nicht nur die Generation Plus, sondern generell Menschen, denen Gesundheit, Vitalität und Sicherheit wichtig ist. Die nächsten Tage werden wir mehr Infos und Details zu SENIOKOM publizieren. Wenn Sie aber auch in Zukunft nichts verpassen wollen, können Sie sich schon heute für Infos & Updates hier registrieren.

Das Interesse an unserem Stand war zu Beginn der Veranstaltung noch etwas verhalten. Nachdem sich jedoch die Besucher orientiert und einen Überblick verschafft hatten, nahmen viele von Ihnen die Möglichkeit wahr, Ihre Vitalparameter zu checken und sich von den Möglichkeiten unseres Prototyps zu überzeugen. Teilweise waren die Testbenutzer doch sehr überrascht von ihren nicht ganz optimalen Gesundheitswerten. Auch wenn diese punktuellen Messungen zumindest verifiziert werden müssen, so wurde doch der eine oder andere Besucher dazu angeregt, sich Gedanken über seine Gesundheit zu machen und auch über Möglichkeiten nachzudenken, Gesundheit und Vitalität besser fassbar und messbar zu machen… eine Lösung kennt er nun :)

Das Feedback zum System an sich war äußerst positiv. Viel Lob erntete das gediegene Layout, die Einfachheit der Bedienung und das stimmige Gesamtkonzept. Durch den Austausch mit Fachpublikum aus dem Bereich AAL konnten wir auch wieder neue Impulse gewinnen und viele interessante Kontakte knüpfen.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich im Namen von MASSIVE ART bei den Verantwortlichen der Fachhochschule Vorarlberg bedanken für die Möglichkeit zur Präsentation, die Unterstützung und generell für diesen gelungenen Tag – den uDay VI! Vielen Dank!

Tom Ulmer am 19.05.2008 um 16:33 Uhr

Usability Day VI an der FH Vorarlberg

Am 16. Mai 2008 findet an der Fachhochschule Vorarlberg (Dornbirn, Österreich) der 6. Uday statt. Das Thema dieser Veranstaltung lautet: “Seniorengerechte Schnittstellen zur Technik“. Der Angst und Ablehnung von älteren Menschen vor der Technik kann entgegen gewirkt werden – durch die Optimierung von Gerätschaften auf die Zielgruppe. Dabei geht es oft nicht einmal darum, Technik seniorentauglich zu machen, sondern einfach nur benutzbar(er).

Man denke an die Erfolgsstory der Nintendo Wii Spielkonsole im Markt der Senioren (Beispiele dazu: Wii-Konsole im Seniorenheim, Nintendo bei Senioren beliebt). Dabei ist das Geräte sicherlich nicht für Senioren konzipiert worden. Der entscheidende Erfolgsfaktor war und ist das intuitive Bedienkonzept, welches unabhängig vom Alter funktioniert.

Diese Mensch-Computer-Interaktion ist ein wichtiges Thema auf dem UDay. Weitere Themen, zu denen auf dem UDay Vorträge gehalten werden, sind:

  • Assistenzsysteme
  • eHealth
  • eInclusion
  • Gerontologie mit Technikbezug
  • Gestaltungslösungen
  • Ingenieurpsychologie
  • Rehabilitationstechnik
  • Technische Pflegedienste
  • Technikakzeptanz
  • Medienkompetenz
  • Usability
  • Barrierefreiheit
  • Lebenswelten von SeniorInnen

Das genaue Programm und die Details zu den Vorträgen können dem Tagungsprogramm entnommen werden (Tagungsprogramm als PDF). Für die Tagung ist die Anmeldung bis zum 13. Mai 2008 über das Registrierungstool möglich. Weitere Infos zu den Tagungsgebühren und enthaltenen Leistungen finden sich ebenfalls auf der Webseite des UDay.
Auch MASSIVE ART wird auf dem UDay vertreten sein und erstmalig ein Projekt aus dem Bereich Ambient Assisted Living der Öffentlichkeit vorstellen. Es soll noch nicht zu viel verraten werden, aber einige Schlagworte aus dem Kontext des Projektes dürfen wir schon preisgeben: intuitive Bedienung ohne Barrieren, soziale Vernetzung, TeleMedizin, Vitalmonitoring… Man darf gespannt sein! MASSIVE ART freut sich jedenfalls schon sehr auf Ihren Besuch!

Tom Ulmer am 14.05.2008 um 10:54 Uhr