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Was ist “kollaboratives Gesundheitsmanagement”?

Kollaboratives Gesundheitsmanagement bedeutet nichts anderes, als gemeinsam an der Gesundheit zu arbeiten. Klingt erstmal toll. Aber wie soll sowas denn funktionieren? Immerhin ist Gesundheit etwas sehr Individuelles. Darüber hinaus ist Gesundheit auch noch etwas, das oft mit Zwang, Überwindung oder Verzicht assoziiert wird. Man denke nur an Gewichtsverlust durch Diäten, den Neueinstieg in eine regelmäßige sportliche Aktvität oder den gelegentlichen Verzicht auf das Auto zur Steigerung der Alltagsaktivität. Was also oft fehlt, um sich überhaupt aktiv und intensiv mit seiner Gesundheit auseinandersetzen zu wollen, ist die Motivation oder der Spaß.

Hier kommt nun mein Umfeld ins Spiel. Die Idee dabei ist, meine Motivation durch dessen Unterstützung zu verbessern. Besonders effektiv kann das für die Gesundheit, bzw. die Arbeit daran sein, welche ja vermeintlich unangenehm und anstrenged ist.

Was könnte also besser helfen, als meine Freunde, meine Familie, meine Kollegen mit einzubeziehen, mit dem Gedanken, meine Motivation auch für die Verbesserung meiner Gesundheitssituation zu nutzen? Oder um es etwas blumiger zu formulieren: die eigenen Freunde können tatsächlich helfen, meinen inneren Schweinehund zu bezwingen!

Was glauben Sie, warum Weight Watchers so erfolgreich ist? Ein Großteil des Erfolgs basiert auf den Gruppentreffen: Austausch von Infos, gegenseitige Motivation und nicht zuletzt der Druck der Gruppe spiele eine entscheidende Rolle.

Weit weniger mit Druck, sondern auf Basis des eigenen Ehrgeizes und des freundlichen Austauschs mit meinen Freunden basiert das kollaborative Gesundheitscoaching oder Gesundheitsmanagement bei myVitali. Die Vernetzung funktioniert aber nicht nur unter Freunden. Ich kann mich auch mit Coaches, Trainern oder Ärzten vernetzen und ihre professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Die Basis für den Vergleich liefert übrigens der Vitalquotient. Dieser wurde mit genau diesem Ziel entwickelt: individuelle Vitalität und Gesundheit vergleichbar zu machen zwischen Personen, wie sie unterschiedlicher oft nicht sein können. Eines haben aber alle gemeinsam, den Wunsch nach uneingeschränkter Gesundheit! Packen wir’s an – gemeinsam.
 

P.S. Könnte myVitali zum generischen Begriff (Deonym) von “kollaborativem Gesundheitsmanagement” werden? Der Begriff wurde von myVitali erstmals am 14.06.2012 ins Leben gerufen und verwendet, um damit das Feature des Gesundheitsvergleichs mit Freunden und den damit verbundenen Möglichkeiten zu umschreiben. Vor diesem Tag gab es keinen einzigen Treffer unter Google zu diesem Suchbegriff zu finden, er war also nicht existent. Suchen Sie jetzt mal danach!
 

Tom Ulmer am 03.07.2012 um 13:33 Uhr

Wii Fit und Wii alt sind Sie?

Wii Fit

Nintendo erobert mit der Wii Spielkonsole die Wohnzimmer von Gelegenheitsspielern jeglichen Alters und Geschlechts. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im einzigartigen und intuitiven Bedienkonzept (siehe auch Beitrag zur Wii Spielkonsole).

Als innovative Ergänzung zur Konsole ist Wii Fit seit April 2008 auch in Europa erhältlich. Wii Fit kommt im Bundle mit Software und dem sogenannten Balance Board, einer Art Körperwaage. Drucksensoren in diesem Board stellen kleinste Gewichtsverlagerungen fest. Damit ist das Grundprinzip der Steuerung auch schon erklärt. Durch bewusstes Verschieben des Körperschwerpunktes werden die Spiele und Übungen gesteuert.

Nachdem ich meine Spielfigur gewählt und einige Daten eingegeben habe (z.B. Geburtsdatum und die Körpergröße zur Berechnung des BMI) startet das Programm mit dem Basistest. Die anschließende Bewertung erfolgt in Form meines Wii-Fit-Alters: 43 Jahre (acht Jahre mehr als lt. Geburtsurkunde). Für mich als sportlichen Menschen ein ernüchterndes Ergebnis. Immerhin liegt mein BMI gerade noch im grünen Bereich.

Die Übungen und Spiele werden in vier Kategorien unterteilt: Muskelübungen, Yoga, Aerobic und Balance-Spiele. Wie das dann aussieht, zeigt am besten ein Video:

Mit einiger Übung konnte ich dann mein Wii-Fit-Alter bereits auf 28 Jahre drücken. Da ist aber noch mehr drin!

Besonders gut gefallen hat mir:

  • Das Programm ist sehr motivierend und macht Spaß (z. B. eigene oder fremde Rekorde zu brechen).
  • Durch regelmäßiges Trainieren werden nach und nach neue Disziplinen und Schwierigkeitsgrade freigeschaltet.
  • Durch Training kann spürbar der Gleichgewichtssinn und das Körpergefühl verbessert werden; das zeigt sich dann in besseren Bewertungen bei den einzelnen Disziplinen und Spielen.
  • Man spielt und hat das Gefühl, etwas für die Gesundheit zu tun (Bewegung).
  • Ziele können definiert werden; Fortschritte werden gelobt, Rückschritte analysiert (Frage-und-Antwort-System) und Tipps gegeben.
  • Die Kommunikation des Programmes ist witzig und motivierend. Drei Typen von Avatar bzw. Coach geben mir Feedback oder Instruktionen: ein virtueller Trainer/Trainerin (Übungsausführungen), das animierte Balance-Board (Fitness- und Körpertests) und das Schweinchen Fit (trainierte Zeit).

Weniger gut fand ich:

  • Die Basis für Ziele ist nur der BMI (zu ungenau, Statur und Muskelmasse werden nicht berücksichtigt. Warum sind nicht auch Ziele für Körperbeherrschung und Gleichgewicht möglich?) .
  • Gemeinsames Spielen ist nur bei wenigen Disziplinen möglich (nur beim Jogging); gerade das gemeinsame Spielen macht aber am meisten Spaß und integriert soziale Komponenten (”gemeinsam statt einsam vor der Konsole sitzen”).
  • Weniger gut geeignet als Party-Spiel (das Anlegen der Spielfigur und der grundlegende Fitness-Test dauern schon zwischen fünf und 15 Minuten pro Spieler, der Wechsel zwischen Spielern ist zeitintensiv).
  • Die Übungen werden teilweise zu wenig genau erklärt. Wird kein sportliches oder anatomisches Hintergrundwissen mitgebracht, könnten sich bei einigen Übungen Haltungsfehler einschleichen.
  • Es besteht durchaus Verletzungsgefahr bei ungeübten Personen, besonders bei Muskelübungen und Yoga (in diesem Bericht empfiehlt Dr. Hartl, vor der Benutzung von Wii Fit einen Arzt aufzusuchen und gibt zu Bedenken, dass falsch ausgeführte Übungen auch schaden können).
  • Das Programm kann überlistet werden. Beim Jogging z. B. haben die Nachbarskinder (meine Tester) schnell bemerkt, dass nicht das Laufen sondern das schnelle Schütteln des Kontrollers zum Erfolg in der Disziplin führt.
  • Die Genauigkeit der Waage lässt zu wünschen übrig. Ich habe laut Wii Fit innerhalb eines Tages
    1,5 kg abgenommen, während meine Badezimmerwaage nur eine kleine Gewichtsschwankung verzeichnete.

Nintendo schafft es mit Wii Fit zwar nicht wirklich, uns jünger zu machen. Aber Curd Jürgens hat schon gesagt: “Alles was Spaß macht, hält jung.” Und das kann ich bestätigen: Spaß macht Wii Fit!

Tom Ulmer am 25.02.2009 um 08:43 Uhr