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Dieser Frage sind Forscher der Universität Haifa nachgegangen. So berichten Sie, dass gleichbleibende Rhythmen bei Grundaktivitäten des Alltags wie Baden, Anziehen und Essen bei alten Menschen die Schlafqualität entscheidend beeinflussen. Sie heben jedoch hervor das hier die Regelmäßigkeit noch wichtiger ist, als bei instrumentellen Tätigkeiten wie Einkaufen, Verkehrsfahren oder Arzttermine.
Belegt wird die Thesen von der Studie mit 96 Bewohnern von zwei autonomen Wohngemeinschaften für Senioren. Aus der Studie ging hervor, dass eine höhere Schlafeffizienz erreicht wurde mit einer gleichbleibenden Dauer der Aktivitäten und einem stabilen und regelmäßigen Lebensstil. Am schnellsten schliefen die Senioren ein, bei denen die wiederkehrenden Aktivitäten stets gleich lang dauerten und bei denen auch der Lebensstil stets regelmäßig blieb.

Laut Statistik Austria wird die Bevölkerung Österreichs bis 2030 die neun Millionen-Schallmauer durchbrechen. Nur 20 Jahre später werden es bereits 9,5 Millionen Einwohner sein.
Dabei steigt die Zahl der Senioren sehr schnell an: Waren 1990 noch 1,54 Millionen Personen über 60, waren es zehn Jahre später 1,65 Millionen und 2008 schon 1,88 Millionen. Und dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. 2030 werden es 2,81 Millionen sein (eine Steigerung um 49 Prozent) und 2050 sogar 3,24 Millionen (plus 72 Prozent). Im selben Jahr wird das Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung bereits 46,9 Jahre betragen, 2008 betrug es noch 41,1 Jahre.
In die andere Richtung geht die Entwicklung bei den bis 14-Jährigen. Zählten 1971 noch 1,82 Millionen zu dieser Gruppe, rechnet man im Jahr 2050 nur noch mit 1,2 Millionen.

In der Schweiz lernen Senioren im Rahmen des Projekts www.compisternli.ch von Kindern das Grundlagenwissen zur Bedienung von Computern und Telekommunikationsgeräten.
Sechs Monate lang dauert die Vorbereitung der neun bis zwölf Jahre alten ‘Compisternli-Kids’ werden sechs Monate lang vorbereitet, um älteren Menschen den Umgang mit Maus und Tastatur näher zu bringen. Dabei wird auch Wert auf die entsprechenden Umgangsformen gelegt.
“Entscheidend dabei ist, dass unsere jungen Trainer für Erklärungen ihre Hände nicht benutzen dürfen. Andernfalls hätten Menschen, die ein Leben lang ohne ITK-Geräte ausgekommen sind, kaum eine Möglichkeit, den Kids zu folgen”, berichtet Rahel Tschopp, Special Education Teacher von Compisternli.
Das Projekt erzielte bislang überdurchschnittliche Erfolge, auch bei Personen, die bereits einen Computerkurs besucht hatten und an den verschiedenen Betriebssystemen und kompakten Displays scheiterten.
“Unser Fokus liegt eindeutig auf den Basics. Die Teilnehmer sollen mit grundlegenden Begriffen wie ‘Desktop’ ‘@’ oder ‘Browser’ vertraut gemacht werden und lernen, wie sich Geräte ein- und ausschalten lassen”, so Tschopp.
Neben dem Vermitteln der Grundlagen stehen auch Freizeitaktivitäten auf dem Unterrichtsplan. Die Organisatoren freuen sich über überdurchschnittlich viel Enthusiasmus und Geduld aller Beteiligten.
Quelle: pressetext.at

Ältere Nutzer der Generation 50+ haben einen stärkeren Bezug zu neuen Kommunikationstechnologien als bislang angenommen. Aktuellen Zahlen des Webportals Inside Facebook
zufolge erzielt die Social-Networking-Community derzeit in den USA die höchsten Userzuwachsraten bei Frauen im Alter zwischen 55 und 65 Jahren. Die Zahl der entsprechenden Mitglieder von Facebook ist demnach von 30. September 2008 bis zum 1. Februar dieses Jahres um unglaubliche 175 Prozent in die Höhe geschnellt.
In Deutschland macht diese Gruppe zwar nur etwa 3% der Gesamtnutzer aus, “die Tendenz geht hier aber klar nach oben”, so Ingma Zastrow, Betreiber des auf ältere Internetnutzer spezialisierten Seniorenportals www.seniorenportal.de
. “Ich gehe aber davon aus, dass dieser Trend nach den USA auch in Deutschland ankommen wird. Schließlich ist es bereits jetzt schon bemerkbar, dass die ältere Nutzerschaft auch bei uns im Web stark im Kommen ist.” Natürlich gebe es aber auch heute noch vereinzelt Senioren, die sich überhaupt nicht mehr für die neue Technik begeistern können – das sei mittlerweile aber eindeutig die Ausnahme.
Auf dem Usability Day VI
(2008) an der Fachhochschule Vorarlberg
ist mir etwas des Öfteren aufgefallen: die Unsicherheit mit der Bezeichnung der älteren Menschen. Der uDay lief zwar selbst unter dem Titel: “Seniorengerechte Schnittstellen zur Technik”, Senioren wollen aber nicht so bezeichnet werden, wie ich immer wieder höre. In der Eröffnungskeynote sprach Prof. Dr. Ernst Pöppel
(wissenschaftlicher Leiter des Generation Research Program
/ Vorstand des Instituts für med. Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München) ebenso darüber wie Dr. Stefan Allgäuer (Geschäftsführer des Institut für Sozialdienste
)in der abschließenden Keynote. Prof. Pöppel bezeichnete die älteren Menschen als “Generation Plus”, zu denen er sich selbst auch zählt (er ist 68 Jahre jung). Dr. Allgäuer sprach über Barrieren im Kopf im Zusammenhang mit Alter und schmunzelte bei Bezeichnungen wie“Silversurfer” oder “Die neuen Alten”. Mit einem Augenzwinkern klassifizierte er die Generation Plus nach Graden der Mobilität durch“Go-Goes”, “Slow-Goes” und “No-Goes” ![]()
Wenn ich meine Eindrücke vom uDay zu diesem Thema zusammenfasse, ergibt sich in etwa dieses Bild:
Da wir aber einige der bekannten Bezeichnungen für die Generation Plus (ich schließe mich hier Prof. Pöppel an, die Umschreibung finde ich eine der sympathischeren) stark mit dem Alter in Verbindung bringen, liegt es nahe, dass ältere Menschen nicht so bezeichnet werden wollen.

Quelle: SeniorenMarkt.de
Eine aktuelle Studie von SENIORRESEARCH
(2008) setzt sich mit den Bezeichnungen für Senioren auseinander. Die Studie zeigt einige (für manchen Werbetreibenden wohl überraschende)Erkenntnisse auf, die teilweise früher schon von Umfragen auf dem Seniorenportal Feierabend.de
bestätigt wurden :
Somit geht auch klar hervor, dass bei Verwendung von Bezeichnungen für die Gruppe von älteren Menschen gerade im Marketing entsprechendes Feingefühl notwendig ist (z.B. bei Ansprache der Zielgruppe oder bei Produktbezeichnungen).
Oft stelle ich entweder eine spürbare Unsicherheit bei denWerbetreibenden in diesem noch wenig erschlossenen Markt fest, oderhabe den Eindruck, es sind nur 14 bis 49-Jährige interessant. Mit Blickauf die Liquidität dieses Segments (Prof. Pöppel sprach von 100 Mrd. €allein für Deutschland) sollte sich beides aber recht bald ändern…
Wii
ist der Name einer Spielkonsole von Nintendo mit einem neuartigen Bedienkonzept. Die Steuerung erfolgt über einen Controller mit eingebautem Beschleunigungssensor. Damit können Hand- und Armbewegungen erfasst werden, was eine intuitive Steuerung von Spielen ermöglicht. In der Grundausstattung der Konsole ist eine Sammlung von Sportspielen enthalten, welche dieses Konzept konsequent aufgreifen. So wird beim Tennis durch die Armbewegung Vor- und Rückhandspiel möglich und man kann Geschwindigkeit, Höhe und Spin des Balls bestimmen. Man bewegt den Controller wie einen Tennisschläger. Ebenso gleicht beim Bowling der Bewegungsablauf der echten Sportart, inklusive Anlauf, wenn man will. Wie das genau aussehen kann, zeigt der Wii-Trailer:
Dieses Bowling ist es auch, das derzeit in vielen Seniorenheimen für Spaß und Bewegung sorgt. In den USA werden gar Senioren-Turniere abgehalten. Eine 84-jährige Dame hat jüngst eines dieser Turniere gewonnen, wie die OÖNachrichten
schreiben. Auch die Amerikanische Rentnervereinigung verzeichnet zunehmend ältere Konsolenspieler.
Nicht nur zum Spaß, auch für therapeutische Zwecke wird die Wii eingesetzt. In fünf münchner Seniorenheimen wurde eine Wii-Bowling-Meisterschaft
ausgetragen, initiiert von zwei Sozialarbeitsstudenten. Die Konsole wurde dabei auch mit Demenzkranken eingesetzt
, um zu sehen, ob damit soziale Schranken überwunden werden können. Auch das Training der motorischen und geistigen Fähigkeiten ist Ziel dieses Projekts. Trotz anfänglicher Skepsis bei den Heimbewohnern war das Interesse und die Begeisterung enorm. Viele können sich die Wii gar als Alternative zu den Karten- und Brettspielen vorstellen.
Obwohl das Bewegungspensum bei diesen Spielen beachtlich ist – ich konnte mich selbst davon überzeugen, inklusive leichtem Muskelkater am Folgetag – taugt das System leider nicht zum Abspecken, wie ein Spielemagazin
schreibt. Das Resultat der Studie einer britischen Universität war, dass der typische Energieverbrauch von Wii-Spielern nur um ca. zwei Prozent höher im Vergleich zu Spielern anderer Konsolen liegt.
Die sportliche Betätigung kann also durch die Wii nicht ersetzt werden. Die Richtung stimmt jedoch. Das innovative Bedienkonzept kommt außergewöhnlich gut an und erschließt darüber hinaus neue Zielgruppen, wie Frauen und Senioren. Ob diese Plattform sich nun eignet, mit Spaß am Spiel auch gesünder und fitter zu sein, wird sich zeigen. Vielleicht ist das neue Fitnessboard von Nintendo, Wii Fit
die Lösung? Mehr dazu gibt es hier in Kürze.

Oder sollte man es halten wie Winston Churchill
(1874-1965), der auf die Frage, wie man ein so hohes Alter erreichen kann, entgegnete: “No sports.”?
In einem Video
von rheinmaintv zum Thema “Fitness für Senioren” wurden von der Sportmedizinerin Dr. Ulrike Stier und der Dipl. Wissenschafterin Eva Großman die Antworten auf diese Frage gegeben. Wenn einige wichtige Faktoren beachtet werden, kann Sport für jedes Alter empfohlen werden:
Besonders für ältere Menschen treten dadurch dann eine ganze Reihe von positiven Wirkungen ein:
werden positiv beeinflusst (Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht),
(Knochenschwund) wird entgegengewirkt,Sport und Fitness ist also keine Frage des Alters. Übrigens: Churchill war in seiner Jugend begeisterter Sportler
(Fechten, Schwimmen, Boxen und Reiten) und nahm bis ins hohe Alter an Fuchsjagden teil. Ein weniger bekanntes Zitat von ihm lautet deshalb passend: “Keine Stunde, die man mit Sport verbringt, ist verloren“.