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Laufrhythmus DS – Ausgeklügeltes Lauftraining von Nintendo

Laufrhythmus DS

Nintendo bietet mit Laufrhythmus DS ein interessantes Tool, mit dem Laufleistungen verbessert, kontrolliert und verglichen werden können. Die Trainingspläne sind zudem wissenschaftlich geprüft.

Zusätzlich zur Software gibt es zwei sog. Actimeter – sie zählen die Schritte und speichern die Laufdauer. Sie sind recht klein und flach, können also bequem und unauffällig überallhin mitgenommen werden. Mit ihnen lassen sich die Leistungen zweier Personen vergleichen. Wer will, kann aber auch überwachen, ob sein Hund genug Auslauf hat.

Die Datenübertragung funktioniert denkbar einfach: man hält den Actimeter in Richtung DS und drückt auf einen Knopf. Schon werden die Daten automatisch in Tabellen eingepflegt und mit zuvor definierten Trainingszielen verglichen.

Vergleichen kann man sich jedoch nicht nur mit Partner oder Hund, sondern mit allen anderen Benutzern des Spiels weltweit. In „Reise durchs All“ wird auf einer Karte des Sonnensystems angezeigt, wie weit alle zusammen von einem Planeten zum anderen gewandert wären. Und dann wird natürlich auch direkt ausgewertet, wer die meisten Schritte absolviert hat.

Alleine trainieren macht ja bekanntlich wenig Spaß – das Vergleichen motiviert hingegen ungemein!

Constance Stickler am 24.06.2009 um 10:07 Uhr

Wii Fit und Wii alt sind Sie?

Wii Fit

Nintendo erobert mit der Wii Spielkonsole die Wohnzimmer von Gelegenheitsspielern jeglichen Alters und Geschlechts. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im einzigartigen und intuitiven Bedienkonzept (siehe auch Beitrag zur Wii Spielkonsole).

Als innovative Ergänzung zur Konsole ist Wii Fit seit April 2008 auch in Europa erhältlich. Wii Fit kommt im Bundle mit Software und dem sogenannten Balance Board, einer Art Körperwaage. Drucksensoren in diesem Board stellen kleinste Gewichtsverlagerungen fest. Damit ist das Grundprinzip der Steuerung auch schon erklärt. Durch bewusstes Verschieben des Körperschwerpunktes werden die Spiele und Übungen gesteuert.

Nachdem ich meine Spielfigur gewählt und einige Daten eingegeben habe (z.B. Geburtsdatum und die Körpergröße zur Berechnung des BMI) startet das Programm mit dem Basistest. Die anschließende Bewertung erfolgt in Form meines Wii-Fit-Alters: 43 Jahre (acht Jahre mehr als lt. Geburtsurkunde). Für mich als sportlichen Menschen ein ernüchterndes Ergebnis. Immerhin liegt mein BMI gerade noch im grünen Bereich.

Die Übungen und Spiele werden in vier Kategorien unterteilt: Muskelübungen, Yoga, Aerobic und Balance-Spiele. Wie das dann aussieht, zeigt am besten ein Video:

Mit einiger Übung konnte ich dann mein Wii-Fit-Alter bereits auf 28 Jahre drücken. Da ist aber noch mehr drin!

Besonders gut gefallen hat mir:

  • Das Programm ist sehr motivierend und macht Spaß (z. B. eigene oder fremde Rekorde zu brechen).
  • Durch regelmäßiges Trainieren werden nach und nach neue Disziplinen und Schwierigkeitsgrade freigeschaltet.
  • Durch Training kann spürbar der Gleichgewichtssinn und das Körpergefühl verbessert werden; das zeigt sich dann in besseren Bewertungen bei den einzelnen Disziplinen und Spielen.
  • Man spielt und hat das Gefühl, etwas für die Gesundheit zu tun (Bewegung).
  • Ziele können definiert werden; Fortschritte werden gelobt, Rückschritte analysiert (Frage-und-Antwort-System) und Tipps gegeben.
  • Die Kommunikation des Programmes ist witzig und motivierend. Drei Typen von Avatar bzw. Coach geben mir Feedback oder Instruktionen: ein virtueller Trainer/Trainerin (Übungsausführungen), das animierte Balance-Board (Fitness- und Körpertests) und das Schweinchen Fit (trainierte Zeit).

Weniger gut fand ich:

  • Die Basis für Ziele ist nur der BMI (zu ungenau, Statur und Muskelmasse werden nicht berücksichtigt. Warum sind nicht auch Ziele für Körperbeherrschung und Gleichgewicht möglich?) .
  • Gemeinsames Spielen ist nur bei wenigen Disziplinen möglich (nur beim Jogging); gerade das gemeinsame Spielen macht aber am meisten Spaß und integriert soziale Komponenten (”gemeinsam statt einsam vor der Konsole sitzen”).
  • Weniger gut geeignet als Party-Spiel (das Anlegen der Spielfigur und der grundlegende Fitness-Test dauern schon zwischen fünf und 15 Minuten pro Spieler, der Wechsel zwischen Spielern ist zeitintensiv).
  • Die Übungen werden teilweise zu wenig genau erklärt. Wird kein sportliches oder anatomisches Hintergrundwissen mitgebracht, könnten sich bei einigen Übungen Haltungsfehler einschleichen.
  • Es besteht durchaus Verletzungsgefahr bei ungeübten Personen, besonders bei Muskelübungen und Yoga (in diesem Bericht empfiehlt Dr. Hartl, vor der Benutzung von Wii Fit einen Arzt aufzusuchen und gibt zu Bedenken, dass falsch ausgeführte Übungen auch schaden können).
  • Das Programm kann überlistet werden. Beim Jogging z. B. haben die Nachbarskinder (meine Tester) schnell bemerkt, dass nicht das Laufen sondern das schnelle Schütteln des Kontrollers zum Erfolg in der Disziplin führt.
  • Die Genauigkeit der Waage lässt zu wünschen übrig. Ich habe laut Wii Fit innerhalb eines Tages
    1,5 kg abgenommen, während meine Badezimmerwaage nur eine kleine Gewichtsschwankung verzeichnete.

Nintendo schafft es mit Wii Fit zwar nicht wirklich, uns jünger zu machen. Aber Curd Jürgens hat schon gesagt: “Alles was Spaß macht, hält jung.” Und das kann ich bestätigen: Spaß macht Wii Fit!

Tom Ulmer am 25.02.2009 um 08:43 Uhr