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Von Schlankmacher-Wunderpillen, Fatburnern und anderen Lügengeschichten zum Thema Gewicht abnehmen


In unregelmäßigen Abständen landen in meinem Posteingang unaufgefordert Massenmails a là “Abnehmen mit Erfolg“, “Gewichtsabnahme ohne Verzicht“, “Schlank in vier Wochen” etcetera, welche alle eines gemeinsam haben: diese eine oder gar einzige erfolgreiche Methode zur Gewichtsabnahme, welche auf irgendeinem Pulver, einer Tablette oder einer Kapselkombination aufbaut. Natürlich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt und weltweit absolut neu und ohnegleichen. Sensationell!

Teilweise sind die Inhalte und Behauptungen so offensichtlich unwahr, dass es eigentlich amüsant sein müsste. Wenn da nur nicht die Millionen von Menschen wären, die sich in Ihrer Verzweiflung an solche Aussagen klammern, auf der Suche nach der endlich wirksamen Methode zur Gewichtsreduktion.

Das Marketing dieser Unternehmen und die Argumentationen, warum alle anderen Methoden versagen müssen und nur dieses Produkt wirklich helfen soll, sind teilweise extrem ausgeklügelt und können überzeugend erscheinen. Solche Slogans und Marketingfloskeln wirken wie die lange ersehnte Oase nach der Reise durch die Wüste – insbesondere für verzweifelte Menschen mit hohem Leidensdruck und unzähligen Fehlschlägen aus früheren Versuchen zur Gewichtsabnahme. Selbst mit solidem ernährungswissenschaftlichen Hintergrund könnte man manchmal fast ins Zweifeln kommen, ob solcher raffinierter Argumentationsketten. Das Wunderpaket wird dann noch mit einer Geld-Zurück-Garantie komplettiert. Somit kommt das Gefühl auf, dass dieses Produkt doch funktionieren muss. Das Unternehmen würde sich doch darauf nicht einlassen, wenn die Wirksamkeit zu wünschen übrig ließe…

Tut es auch nicht. Wer im Web etwas recheriert, findet unzählige Beiträge von enttäuschten und geprellten Kunden. Natürlich funktionieren all diese Methoden ganz einfach – NICHT! Und von wegen Geld-Zurück-Garantie. Entweder reagiert das Unternehmen auf Anfragen und Rückforderungen nicht, oder es stellt Behauptungen auf, wie z.B. die retournierte Ware sei niemals angekommen, der Kunde hat in der Anwendung etwas falsch gemacht oder sonstige fadenscheinige Ausreden. Es sind durchaus auch Erfolgsmeldungen zu diesen Methoden in Foren und auf Produktvergleichsseiten zu finden. Schaut man aber genauer hin, so entpuppen sich diese Einträge oftmals als einziger Beitrag des jeweilgen Mitglieds. Oder die Wortmeldungen unterschiedlicher Nutzer lesen sich verdächtig ähnlich. Nicht selten sind die Konten auch wieder gelöscht worden.

Richtig heftig wird es dann, wenn der Hersteller apelliert (O-Ton): “Fallen Sie auf niemanden herein, der Ihnen Verzicht oder viel Sport als richtigen Weg zum Abnehmen ‘vorschreibt’!” Nein, futtern wir um Himmels willen weiter unsere Chips, Pommes und Co. und bewegen uns ja nicht! Wir brauchen ja nichts anderes als die bunten Wunderpillen!

Deshalb im scharfen Kontrast nun mein Apell: Vergesst alle Wundermittel, Übernacht-Methoden und Geheimtipps zur Gewichtsabnahme! So verlockend und erfolgversprechend diese auch klingen mögen. Es gibt sie nicht, die Shortcut-Methode, die funktioniert. Natürlich ist es unbequem zu hören, dass Gewichtsabnahme in den meisten Fällen verdammt hart ist. Es braucht eisernen Willen, Disziplin, Konsequenz. Und die Motivation, langfristig bzw. dauerhaft etwas zu verändern.

“Nur eine nachhaltige Kombination aus Kaloriendefizit und Bewegung sind zielführend. Und nicht die rote oder grüne Wunderpille, die das Blaue vom Himmel verspricht.”

Weiterführende Links:

Weight Loss Reality Check (weightloss.about.com)

Kommentar zur Studie “Effektive Gewichtsabnahme” von Prof. Dr. Andreas F.H. Pfeiffer, Deutsches Institut für Ernährungsforschung

Pfunde weg mit kleinen Pillen: geht das? (FIT FOR FUN)

P.S. Als Weiterführung zu diesem Thema werde ich in einem der nächsten Beiträge die gängigen sogenannten “Fatburner” genauer beleuchten bzw. zerpflücken. Darauf freue ich mich  >:-)

Tom Ulmer am 02.07.2013 um 22:23 Uhr

Ich geh’ mal schnell die Pizza runter laufen, oder: die Cardioeinheit als Wiedergutmachung eines (Fr)essgelages.

Jeder kennt die Situation: wir waren im Restaurant, auf einer Party oder bei Freunden eingeladen. Weil’s so gut geschmeckt hat, weil man am Buffet noch nicht alles probiert hat oder weil man als Gast keine Reste übrig lassen wollte, hat man sich maßlos überessen. Solch ein Vollstopfen kann leicht mit 1000 bis 2500 Kalorien (kcal) zu Buche schlagen. Zusätzliche Kalorien, also über das “sich satt fühlen” hinaus, wohlgemerkt. Wir haben so vielleicht zwischen 2000 und 4000 Kalorien konsumiert.

Am nächsten Tag – schlechtes Gewissen und/oder Waage traktieren uns – wollen wir diesen “Ausrutscher” kompensieren, indem wir ein bisschen Cardiotraining machen. Also rechnen wir mal, was da notwendig wäre, damit der Vorfall getilgt ist aus der Energiebilanz-Historie: 60 Minuten Jogging bei moderater Geschwindigkeit (8-9 km/h) verbrennen ca. 600 Kalorien für einen Mann von 80 kg. Da wären dann schon mal 4 bis 6 Stunden joggen notwendig. Aber halt! Was vielen nicht bewusst ist, diese 600 Kalorien pro Stunde sind die Gesamtmenge an verbrannten Kalorien. Einen beachtlichen Teil davon macht aber der Grundumsatz aus. Wir hätten also auch ein paar Stunden auf dem Sofa liegen können, und dabei auch schon 500 bis 800 Kalorien verbrannt. Nur halt keine überschüssigen…

Also nochmal rechnen: wir verbrennen nur etwa 450 zusätzliche Kalorien beim Joggen. Müssen uns also lediglich 5 bis 9 Stunden keuchend und schwitzend abmühen, um den Ausrutscher vom Vortag theoretisch ungeschehen zu machen. Nunja…

Spätestens hier sollte jedem klar sein, dass es wohl besser ist, wenn wir es gar nicht erst soweit kommen lassen. Denken Sie das nächste Mal daran, wenn Sie am All-you-can-eat-Buffet zur x-ten Runde ansetzen.

Tom Ulmer am 07.05.2012 um 23:06 Uhr

Warum Diäten nicht funktionieren, Teil 3 – Nützliche Tipps zum nachhaltigen Abnehmen

  • Muskeln können sowohl Zucker als auch Fett verbrennen. Wer also Muskeln trainiert und aufbaut, vermehrt seine Fettverbrennungs-Kraftwerke. Deshalb ist neben einem regelmäßigen Ausdauertraining auch ein ergänzendes Krafttraining zu empfehlen, wenn man langfristig seine Fettdepots reduzieren will.
  • Je besser trainiert man ist, desto effektiver verbrennt man Fett. Man trainiert also durch regelmäßige Bewegung auch die Fettverbrennung.
  • Bewegung heißt nicht gleich “Spitzensport”. Besonders übergewichtige Menschen können nicht und müssen nicht über Nacht zum Läufer oder gar Sport-Junkie werden. Aber eine halbe Stunde zügig spazieren gehen, zumindest 3 Mal in der Woche ist bereits ein toller Anfang.
  • Die Glukoneogenese (wenn der Körper Zucker aus Muskeln gewinnt) kann durch Muskelaktivität gebremst werden. Wer also seine Diät oder Ernährungsumstellung durch Bewegung unterstützt, verliert weniger wertvolle Muskeln und dafür vermehrt Fett.
  • Eiweiß sollte bei keiner Mahlzeit fehlen. Es erhält die Muskulatur, hat einen hohen Sättigungsgrad und verbraucht bei der Verstoffwechselung viel Energie.
  • Hungern nach einer Bewegungseinheit ist kontraproduktiv, da vermehrt Muskeln abgebaut werden. Eine eiweißreiche Mahlzeit nach dem Sport unterstützt die Fettverbrennung und wirkt dem Muskalabbau entgegen.
  • Hunger sollte generell vermieden werden. Der Körper stellt sich sofort auf die “Notsituation” ein und fängt an zu sparen, der Stoffwechsel fährt herunter. Abnehmen ist dann noch schwerer. Besser ist es, mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag zu verteilen. Kleine Zwischenmahlzeiten halten den Blutzucker konstant. Den Heißhungerattacken wird effektiv vorgebeugt.
  • Fettverbrennung beim Sport funktioniert dann am besten, wenn genug Sauerstoff zur Verfügung steht. Wer sich beispielsweise beim Laufen noch gut unterhalten kann, verbrennt effektiver Fett, als wenn man mit hochrotem Kopf nach Luft japst (und in dieser Situation bei Zuckermangel wieder die Muskeln “verbrennt”).
  • Verspricht eine Diät einen Gewichtsverlust von mehr als 1 kg pro Woche, sprechen wir vermutlich von einer Crash-Diät. Warum diese Diäten nicht funktionieren können, wissen wir jetzt. Also Finger davon lassen und lieber nachhaltig etwas verändern.

Fazit: statt sein Gewicht mit alljährlichen Diäten hoch zu schaukeln ist eine nachhaltige Anpassung der Ernährung der empfohlene Weg. Unterstützung durch regelmäßige Bewegung ist der Schlüssel zum Erfolg.


Teil 1 des Artikels: Augangssituation Übergewicht

Teil 2 des Artikels: Gewichtsabnahme – was passiert da im Körper?

Tom Ulmer am 23.03.2012 um 15:15 Uhr

Warum Diäten nicht funktionieren, Teil 2 – Ich bin auf Diät, was passiert da im Körper?


Schauen wir uns einmal diese Reduktionsdiäten genauer an. Das Prinzip ist einfach und verständlich. Ich esse weniger als bisher oder reduziere die Kalorienmenge durch Ersatzmahlzeiten. Im Idealfall nehme ich weniger Energie zu mir, als ich über den Tag verbrauche. Energie wird einerseits verbraucht durch den Grundumsatz (die Energie, die vom Körper benötigt wird, um den Organismus am Leben zu erhalten) und zum anderen durch den Leistungsumsatz (durch körperliche Aktivität). Grundumsatz und Leistungsumsatz zusammen ergeben den Gesamtumsatz.

Was geht im Körper ab, wenn er weniger Energie über die Nahrung zur Verfügung hat, als er benötigt? Er greift auf seine Reserven zurück. Hey, das klingt ja super! Denn unsere Fettreserven wollen wir ja loswerden! Aber Achtung: der Körper verfügt leider (oder zum Glück – evolutionstechnisch gesehen) über mehrere Systeme, um Energie zu speichern und in “Notzeiten” wieder zur Verfügung zu stellen. Eine Diät ist so eine Notzeit für den Körper.

Was passiert also bei einer Diät bzw. einem Energiedefizit? Und wann greift der Körper auf die Fettpolster zurück, die wir endlich loswerden wollen?

Für den Körper dreht sich energiespezifisch erstmal alles um Zucker. Das ist der primäre Energieträger. Essentiell besonders für unser Gehirn. Es verbrauch 75% des gesamten Zuckers!

Deshalb greift der Körper bei Energiebedarf als erstes auf den Zucker im Blut zurück. Ist dieser verbraucht, weil er nicht durch zuckerhaltige (kohlenhydrathaltige) Mahlzeiten ersetzt wird, kommt das nächste System zum Einsatz: die Verwertung von Glykogen (auch eine Art Zucker, gespeichert in Leber und Muskeln). Ist diese Energie ebenfalls verbraucht, holt sich der Körper den notwendigen Zucker aus Aminosäuren, also aus unseren Muskeln, die er abbaut und in Zucker umwandelt (Glukoneogenese). Zuletzt greift der Körper dann endlich auf die Fettdepots zurück. Und das aber nur, wenn kein Zucker zur Verfügung steht, oder – wenn durch Bewegung die Fettverbrennung angeregt wird. Das passiert bei moderater Intensität schon nach ein paar Minuten. Durch hungern alleine jedoch erst nach ein paar Tagen!

Wenn also im Zuge einer Diät die Kilos auf der Waage purzeln, ist das meistens noch kein Grund, sich zu freuen. Man hat vermutlich primär Wasser und Muskelmasse verloren, ein klein wenig Fett vielleicht auch. Doch es kommt noch schlimmer! Nicht nur, dass der Stoffwechsel im Zuge einer Diät sowieso schon herunter fährt, um Energie zu sparen. Der Grundumsatz sinkt zusätzlich durch den Verlust der Muskeln. Essen wir nach der Diät gleichviel wie vorher, werden wir zwangsläufig dicker als zuvor.

Wer also mit dem Gedanken spielt, eine Diät zu machen um sein Gewicht zu reduzieren, nach der Diät aber keine Änderungen im Lebensstil vornehmen möchte, z.B. die Ernährung langfristig überdenken und ändern und/oder regelmäßige Bewegung zur Normalität werden lassen, kann die Diät ebenso gleich sein lassen. Der Erfolg wäre – wenn überhaupt – nur von kurzer Dauer. Danach schlägt gnadenlos der Jojo-Effekt zu.

Fazit: Diäten sind allesamt unwirksam (langfristig betrachtet). Punkt.


Teil 1 des Artikels: Ausgangssituation Übergewicht

Teil 3 des Artikels: nützliche Tipps zum nachhaltigen Abnehmen

Tom Ulmer am 22.03.2012 um 10:04 Uhr

Warum Diäten nicht funktionieren, Teil 1 – Ausgangssituation Übergewicht

Waage bittet um Hilfe

Fast jeder hat in seinem Leben schon mal eine Diät  ausprobiert. Schließlich wollen wir gut aussehen, wieder “in Form kommen”, nach längerer Zeit unsere Lieblingsklamotten aus dem Schrank holen oder in der Badesaison eine gute Figur machen. Man könnte sagen, wir sind kosmetisch motiviert.

In einigen Fällen zwingt uns vielleicht sogar die Gesundheit zum abnehmen. Übergewicht belastet nämlich das Herz, den Bewegungsapparat und die Lunge. Daraus entstehen Gesundheitsrisiken. Krankheiten, die bei Übergewicht vermehrt auftreten können sind z.B.:

  • Diabetes
  • Herz- und Kreislauferkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Krebs
  • Arthrose (Gelenksabnutzung)
  • Atmungserkrankungen
  • Verringerte Fruchtbarkeit

Also abspecken, aber wie?

Auf der Suche nach der erfolgversprechendsten Diät stolpert man über die verschiedensten Formen, z.B.: Reduktionsdiäten oder Null-Diäten. “Reduktion” kann dabei die gesamte Nahrungszufuhr betreffen oder nur einen Makronährstoff, wie Kohlenhydrate oder Fette. Man spricht dann von Low Carb, oder Low Fat. Andere Diäten betonen einzelne Lebensmittel besonders (z.B. Kartoffel-, Apfel-, Milch-Semmel-Diät), und die Formula-Diäten ersetzen Mahlzeiten durch Diät-Pulver bzw. Shakes. Es gäbe noch etliche weitere Arten…

Mit welcher Diät nehme ich also am schnellsten ab? Welche ist denn nun die “beste Diät”?

Die Antwort ist ernüchternd: es gibt keine beste Diät. Viele Studien kommen nämlich zu dem Ergebnis, dass nicht die Art der Diät entscheidend ist, sondern für eine Gewichtsreduktion lediglich eine negative Energiebilanz notwendig ist. Was nichts anderes bedeutet, als dass man weniger Kalorien zu sich nimmt, als man über den Tag verbraucht. Egal mit welcher Diät.


Teil 2 des Artikels: Gewichtsabnahme durch Diät – was passiert da im Körper?

Teil 3 des Artikels: nützliche Tipps zum nachhaltigen Abnehmen

Tom Ulmer am 20.03.2012 um 21:33 Uhr

Übergewicht und die Spätfolgen

uebergewicht

Bei einer Studie des dänischen Instituts für vorbeugende Medizin in Kopenhagen wurde das erhöhte Sterberisiko von übergewichtigen jungen Männern untersucht.

So wurden die Daten von 5000 Männer ausgewertet und festgestellt, dass Übergewicht das Sterberisiko verdoppelt und dass dieses Risiko das ganze Leben lang gilt.
Die Männer wurden im Lebensverlauf beobachtet und so wurde festgestellt, dass noch 70 Prozent der Normalgewichtigen, aber nur mehr 50 Prozent der Übergewichtigen das 70igste Lebensjahr erreichten. Bemerkenswert ist dabei, dass 70 Prozent der Testpersonen ihr zu hohes Gewicht aus jungen Jahren auch im späteren Lebensphasen behalten.

lesen Sie mehr zur Studie unter: http://science.orf.at

Juliane Höfle am 14.07.2010 um 08:44 Uhr

myVitali-Pilotprojekt ein voller Erfolg

Abschlussevent im Haus der Generationen

Abschlussevent im Haus der Generationen

Gestern fand im Haus der Generationen (HdG) in Götzis das Abschluss-Event zum myVitali-Pilotprojekt “Sozialdienste Götzis” statt. Eingeladen waren neben den Probanden auch alle Projektpartner. Die Mitinitiatorin des Projekts, Landesrätin Greti Schmid, konnte aus Termingründen leider nicht kommen. Vom Amt der Landesregierung waren dafür Carmen Hammouda (Fachbereich Sozialhilfe, Hauskrankenpflege) und Anita Kresser (Seniorenförderung, Seniorenbeirat) anwesend. Ruth Weiskopf (Pflegeleitung) und Martin Herburger (Heimleitung) vom HdG organisierten den entsprechenden Rahmen inkl. des gemeinsamen Mittagessens und Prof. Dr. Guido Kempter von der FH Vorarlberg präsentierte die ersten Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Studie, die er projektbegleitend durchführt. Über die finalen Erkenntnisse aus dieser Studie werde ich, sobald sie verfügbar sind, in diesem Blog berichten.

In meiner Rolle als Projektleiter durfte ich den Anwesenden den Projekterfolg in Form von Rückblicken und Ausblicken präsentieren. In den gut zwölf Wochen des Projektzeitraumes wurden insgesamt fast 2.000 Blutdruckmessungen, etwa 1.000 Gewichtsmessungen und knapp 500 Blutzuckermessungen durchgeführt. Diese Zahlen alleine deuten schon darauf hin, dass unser System regelmäßig und häufig benutzt wurde. Der Pilot bestand ja “nur” aus 10 Gerätesets und umfasste 14 Teilnehmer zwischen 55 und 90 Jahren.

Die wahren Erfolgsmeldungen haben aber nicht nur mit Zahlen zu tun. So wurde etwa bei mehreren Probanden von Vitali ein erhöhter Blutzucker festgestellt. Sensibilisiert durch die Information änderten diese ihre Lebensführung und verhinderten so vielleicht spätere Komplikationen. Der Hausarzt wurde natürlich ebenfalls informiert und entsprechend eingebunden.

Gesundheit und deren Einflussfaktoren transparent und verständlich zu machen ist ein wesentlicher Nutzen des Systems. Heimleiter Martin Herburger stellte dies auch fest: “Vitali macht uns die Konsequenzen des Lebenswandels täglich bewusst, indem er uns kurzfristig als Resultat darauf die Schwankungen der Vitalwerte aufzeigt.” Ein Probandenehepaar konnte dies bestätigen: nach dem Wellnesswochenende zeigte ihnen das System einen Gewichtszuwachs von 2 kg an. Durch Vitali darauf aufmerksam gemacht, wurde dann aber der “Kampf gegen die Pfunde” hochmotiviert und unverzüglich wieder aufgenommen.

Dass myVitali nicht nur vital sondern auch mental Helfer gewesen war, überraschte dann sogar mich ein wenig. “Vitali half mir aus einer Depression. Plötzlich hatte ich wieder eine Aufgabe und einen Wegweiser. Das motivierte mich sehr. So schaffte ich es dann auch 3 kg dauerhaft abzunehmen!”, erzählte uns eine Probandin, die das System auf jeden Fall weiterhin nutzen wird.

In einigen Fällen empfanden die Anwender besonders eine Steigerung des Sicherheitsaspekts. “Wir haben das Gefühl, weniger auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, weil wir besser über uns informiert sind.” Mit einem Augenzwinkern kam die Aussage eines Probanden: “Jetzt kann ich auch meine Frau überwachen!” Das Statement war natürlich von Lachern gesäumt, hat aber sehr wohl einen ernsten Hintergrund. Wir alle sind interessiert daran, dass es unseren Familien und Partnern gut geht. Besonders erwachsene Kinder machen sich oft Sorgen um die Gesundheit der Eltern. Mit myVitali wissen dann die Kinder, ob die Eltern z.B. regelmäßig ihren Blutdruck messen und ob dieser in Ordnung ist. Vorausgesetzt die Eltern erlauben das, denn eine externe Kontrolle muss vom Benutzer selbst genehmigt werden, egal ob für den Arzt oder eine Kontaktperson.

Über einen Punkt waren sich alle Anwesenden einig: Systeme wie myVitali werden in unserer Gesundheitslandschaft Einzug halten. Früher oder später. Dr. Kempter schätzte dafür einen Zeitraum von etwa 3 Jahren, bis solche Systeme entsprechend verbreitet sind. Durch den großartigen Erfolg des Pilotversuchs haben wir jedenfalls die Gewissheit: unser Vitali ist bereit dafür, schon heute!

Tom Ulmer am 26.11.2009 um 09:55 Uhr

Abnehmen für Herrchen und Hund

Gassi

Nicht nur Menschen kämpfen mit Übergewicht – in Europa haben ca. 50 Prozent aller Hunde zu viele Fettreserven, v.a. durch Überfütterung und mangelnde Bewegung. Da biete es sich an, dass sich Herrchen und Hund zusammentun. Lt. den Veterinärmedizinern der Kansas State University bieten sich zahlreiche Sportarten und Übungen an, um sie gemeinsam auszuüben. Natürlich ist es wichtig, dabei immer darauf zu achten, dass sie auch tiergerecht durchgeführt werden.

Neben den auch für den Menschen gefährlichen Folgen von Übergewicht wie Herz-Kreislauf-Probleme, eingeschränkte Atemkapazität oder Organverfettung, kann ungenügender Auslauf auch zu destruktivem Verhalten führen.

Bei der Wahl der Art und des Ausmaßes der Aktivitäten kommt es dabei stark auf Alter, Größe, Rasse und Gesundheitszustandes des Tieres an. Generell sind jedoch zwei mal täglich 15 Minuten bis eine Stunde Bewegung für den Hund ideal. Wie beim Menschen sollte man auch bei Tieren die Aktivitäten langsam erhöhen und auf Symptome wie z.B. Überhitzung achten.

In der Superillu findet sich unter “Welcher Hund passt zu mir?” eine kurze Auflistung von Hunderassen und ihren Eigenschaften.

Constance Stickler am 12.09.2009 um 11:05 Uhr

Ist Sport in jedem Alter zu empfehlen?

Sport in jedem Alter

Oder sollte man es halten wie Winston Churchill (1874-1965), der auf die Frage, wie man ein so hohes Alter erreichen kann, entgegnete: “No sports.”?

In einem Video von rheinmaintv zum Thema “Fitness für Senioren” wurden von der Sportmedizinerin Dr. Ulrike Stier und der Dipl. Wissenschafterin Eva Großman die Antworten auf diese Frage gegeben. Wenn einige wichtige Faktoren beachtet werden, kann Sport für jedes Alter empfohlen werden:

  • vor dem Einstieg in den Sport einen ärztlichen Check machen lassen,
  • eine gelenkschonende Sportart ohne Sturzrisiko wählen (z.B. Nordic-Walking, Schwimmen, Rudern)
  • oder ein Fitnessstudio mit guter Betreuung und Fitnesscheck suchen,
  • die Trainingsintensität der Verfassung entsprechend wählen
  • und vor jedem Training gut aufwärmen.

Besonders für ältere Menschen treten dadurch dann eine ganze Reihe von positiven Wirkungen ein:

  • sämtliche Risikofaktoren der koronaren Herzkrankheiten werden positiv beeinflusst (Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht),
  • Osteoporose (Knochenschwund) wird entgegengewirkt,
  • das Gehirn wird durchblutet, was zu Verminderung von Gedächtnisstörungen führen kann,
  • das Gesundheitsbewusstsein steigt,
  • der Spaßfaktor und der soziale Faktor (man ist in Gesellschaft) steigen.

Sport und Fitness ist also keine Frage des Alters. Übrigens: Churchill war in seiner Jugend begeisterter Sportler (Fechten, Schwimmen, Boxen und Reiten) und nahm bis ins hohe Alter an Fuchsjagden teil. Ein weniger bekanntes Zitat von ihm lautet deshalb passend: “Keine Stunde, die man mit Sport verbringt, ist verloren“.

Tom Ulmer am 11.02.2009 um 15:21 Uhr